Thứ Ba, 18 tháng 8, 2015

Douglas Costa begeistert Bayern: Aber wohin mit Franck Ribery?

Wirbelwind Douglas Costa beeindruckt bei seinem Bundesliga-Debüt und macht Fan-Liebling Franck Ribery vergessen. Nur einer vermisst den verletzten Franzosen.
Costa-Tor-HSV
München - Franck Ribery wusste wohl nicht so recht, ob er lachen oder weinen soll. Der bayrische Flügelflitzer beobachtete von der Tribüne aus mit versteinerter Miene, wie sein FC Bayern in der zweiten Halbzeit den HSV auseinandernahm.
Und vor allem einer tat sich dabei besonders hervor: Douglas Costa. Der Neuzugang glänzte vor allem in den zweiten 45 Minuten, bereitete den ersten Treffer von Thomas Müller zum 3:0 sehenswert vor, erzielte das 5:0 selbst.
Zwar erfolgten beide Tore nach Costas Wechsel von der linken auf die rechte Außenbahn, auf der normalerweise Arjen Robben aufläuft. Aber der brasilianische Neuzugang scheint nach zwei Pflichtspielen und einer beeindruckenden Vorbereitung aus der Stammelf der Bayern nicht mehr wegzudenken.

Douglas ist eine Waffe

Und vor allem von Riberys Position auf dem linken Flügel. Costa begeistert Mitspieler, Trainer und Fans. "Douglas ist über außen eine Waffe - und man weiß, dass er den Stürmer sucht", sagt Thomas Müller. Und Trainer Pep Guardiola ergänzt: "Er kann rechts wie links spielen. Auch wenn er in die Mitte zieht, hat er die Augen und die Vision, um die Situation gut zu interpretieren."
Die Zahlen zeigen, was der 24 Jahre alte Brasilianer vorweisen kann. Die meisten Torschüsse (4), die meisten Flanken (4), die meisten Zweikämpfe bestritten (29), starke 52 Prozent davon gewonnen - zudem rasend schnell über die Außenbahn. Mit 32,5 km/h flitzte er die Linie entlang.

Integration auf brasilianisch

Costa selbst fühlt sich in München pudelwohl, spricht von einem Traum, der wahr geworden ist. "Das war ein perfekter Start. Ich könnte nicht glücklicher sein", sagt der Brasilianer beim klubeigenen TV-Sender. "Es ist großartig, dass ich in meinem ersten Spiel mein erstes Bundesliga-Tor geschossen und noch eines vorbereitet habe."
Seine Mitspieler helfen ihm, wo es nur geht. Die Brasilianer Dante und Rafinha übersetzen für ihn hier und da, helfen ihm bei der Eingewöhnung. Und selbst der Ur-Bayer Thomas Müller bemüht sich. "Ich schaue da schon, dass er gut integriert wird", sagt er.

Letztes Spiel im März

Alles spricht von und über Costa, dem Flügelflitzer, Bayerns neuer Wunderwaffe. "Seine Qualitäten sind unheimlich und schwierig zu finden", führt Bayerns Coach aus. "Vorher dachten die Leute: Wer ist Douglas Costa? Jetzt sind sie überzeugt, weil sie sehen, dass er die Qualität hat, hier zu spielen."
Und die Qualität, Ribery hinter sich zu lassen. Zumal der Franzose zurzeit nur einen Stammplatz auf der Tribüne hat. Oder im Kraftraum. Seine Sprunggelenkverletzung zwingt ihn zum Zuschauen. An Mannschaftstraining ist nicht zu denken. Ende August soll eine neue Untersuchung Aufschluss geben, ob er im September zurückkehren kann.
Seit März hat Ribery kein Spiel mehr für die Bayern bestritten. Das letzte ausgerechnet gegen Douglas Costa und Schachtjor Donezk, als er von Costa auch noch einen Ellbogen ins Gesicht bekam. Nun muss er sich erneut den Angriffen Costas erwehren, auch wenn es diesmal keine handgreiflichen sind, sondern nur um seinen Stammplatz geht.

"Vermisse unsere gemeinsame Zeit"

Ganz vergessen ist Ribery trotz der Jubelarien um Costa nicht. Vor allem nicht bei seinem kongenialen Partner der Flügelzange Robbery.
"Es ist im Moment schwierig für ihn, auch für seinen Kopf. Wir unterstützen ihn, wir hoffen, dass er bald wieder spielen kann", sagt Arjen Robben und schiebt hinterher: "Ich vermisse unsere gemeinsame Zeit auf dem Platz. Entweder war er in der Vergangenheit verletzt oder ich. Seit langer Zeit konnten wir nicht mehr zusammen spielen. Das muss wieder kommen."
Noch muss sich Robben gedulden. Und auch Ribery.

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